Für Lehrkräfte und Trainer:innen
Vor der ersten Stunde
Für wen?
- Schach-AG oder Ganztag: meist 8 bis 16 Kinder, die Teilnahme ist freiwillig.
- Schulklasse: bis 28 Kinder. Bei jeder Methode steht, was sich in einer großen Klasse ändert.
Welches Level?
Das Level entspricht der Klasse: Level 1 für die 1. Klasse, Level 2 für die 2. Klasse und so weiter bis Level 5 für die 5. Klasse.
Wer noch nie Schach gespielt hat, beginnt mit Level 1 – egal in welcher Klasse. Anfänger ab der 3. Klasse können schon schreiben. Diese Kinder schreiben ihre Züge auch in Level 1 und 2 auf.
Eine Gruppe arbeitet nur in einem Level. Mischen Sie keine Levels. Die Gruppe wechselt mit dem neuen Schuljahr ins nächste Level. Ein Heft reicht gut für ein Schuljahr, und es bleibt Zeit übrig. Nutzen Sie diese Zeit für mehr Partien. Kein Kind kommt später in eine Gruppe mit höherem Level. Neue Kinder beginnen in einer Gruppe mit Level 1.
Ausnahme Schulklasse
Kommt ein neues Kind in die Klasse, arbeitet es mit dem Heft für Level 1 – auch wenn es schon etwas Schach kann. Im nächsten Schuljahr macht es mit Level 2 weiter. Ein Helferkind unterstützt es. Der Partner des Helferkinds arbeitet so lange in einer Dreiergruppe mit. In der Spielzeit spielen das neue Kind und das Helferkind Bauernspiel an einem eigenen Brett und machen beim Partnerwechsel nicht mit. Das Helferkind bleibt dasselbe, bis das neue Kind allein zurechtkommt. Prüfen Sie das nach vier Wochen: Kann das Kind seine Aufgaben allein lösen und erklären? Dann braucht es kein Helferkind mehr. Das neue Kind sitzt am Tisch seines Helferkinds. Bei Der Mannschaftscup, Die Beratungsstaffel, Die Schachschatzsuche und Der Variantenbaum arbeitet es allein in seinem Heft; das Helferkind arbeitet dann mit seinem Partner, und am Tisch sind wieder zwei Paare. Hören Sie das neue Kind in jeder Stunde genau an – zusätzlich zu den Kindern aus der Tabelle. Bei Wettbewerben macht es nicht mit.
Heft oder Brett?
- Level 1 und 2: Die Kinder arbeiten fast nur im Heft. Statt zu schreiben, malen sie Pfeile (ältere Anfänger schreiben den Zug dazu).
- Ab Level 3: Die Kinder bauen Aufgaben auch am Brett auf und probieren Züge aus.
Das brauchen Sie
- Für jedes Kind: Heft, Bleistift, Farbstift, ein Blatt zum Abdecken, eine Klarsichthülle mit dem Blatt Leeres Diagramm – sechs leere Bretter – und einen abwischbaren Stift.
- Für je zwei Kinder: ein Schachbrett.
- Für Sie: ein großes Brett zum Zeigen, einen Beamer oder eine Dokumentenkamera. Prüfen Sie von der letzten Reihe aus, ob alle gut sehen.
Schachuhren brauchen Sie nicht.
Lösungen und Vorbereitung
Mit den Heften bekommen Sie Zugang zu einem Lösungsbereich im Internet. Lösen Sie jede Aufgabe vor der Stunde selbst und vergleichen Sie mit dem Lösungsbereich. Verstehen Sie eine Aufgabe nicht, nehmen Sie eine andere.
Für vier Methoden notieren Sie sich vorher etwas auf dem Planungsblatt:
- Gemeinsam laut denken: einen Zug, der gut aussieht, aber falsch ist – und warum er falsch ist.
- Stimmt das wirklich?: die Behauptungen (mindestens eine falsch) – und warum die falschen falsch sind.
- Angreifer und Verteidiger: die wichtigen Züge des Verteidigers und wann ein Versuch endet.
- Der Variantenbaum: die Lösung mit den beiden guten Antworten des Gegners und kurz, warum andere Antworten nicht helfen.
Die erste Stunde
- Legen Sie fest, wer mit wem arbeitet und wer an welchem Tisch sitzt (siehe Organisation).
- Üben Sie die Zeichen für „Ruhe“ und „Stifte weg“.
- Zeigen Sie das Abdeckblatt und den Farbstift.
- Dann: Das Figurenkino, Die Denkspur mit leichten Aufgaben und eine kurze Spielzeit.
Kennen die Kinder die Figuren noch nicht, arbeiten sie stattdessen die ersten Heftseiten durch und spielen danach Bauernspiel. Die erste Stunde zählt nicht zum Plan für vier Wochen.
So beginnen Sie danach
Für die ersten Wochen eignen sich Die Denkspur und Denken zu zweit. Ein neues Thema führen Sie mit Gemeinsam laut denken ein. Die Minutenangaben gelten für eine eingespielte Gruppe. Am Anfang dauert alles etwas länger – kürzen Sie dann die Spielzeit.